Gegen 90'000 Tonnen Bekleidung kommen in der Schweiz jedes Jahr neu auf den Markt. Etwa 45'000 Tonnen Altkleider werden pro Jahr gesammelt.
Rechtlich betrachtet sind Alttextilien «Abfall». Das Bundesgericht hat in einem Entscheid (BGE 123 II 359) festgehalten, dass die Gewerbefreiheit innerhalb der Abfallbewirtschaftung nicht existiert. Die Gemeinden oder Kantone entscheiden somit eigenständig darüber, wie und durch wen sie Alttextilien sammeln und entsorgen lassen. Mangelnde Transparenz erschwert es jedoch den Behörden, Sammelbewilligungen nach klaren Beurteilungskriterien zu vergeben.
TEXAID versteht sich als Dienstleisterin für die Bevölkerung, indem sie gebrauchte Textilien sammelt und diese Wertstoffe dank eigener Sortierkapazitäten und der aktiven Beteiligung angeschlossener Hilfswerke nach ökologischen, wirtschaftlichen und karitativen Gesichtspunkten einem neuen Nutzen zuführt. Deshalb ist für TEXAID eine gute Zusammenarbeit mit den Behörden wichtig, um gemeinsam das Sammeln und Verwerten von Alttextilien zukunftsorientiert anzugehen.
TEXAID veröffentlicht als einzige Sammelroganisation ihr Jahresergebnis. Die erzielten Nettoerlöse gehen an die angeschlossenen Hilfswerke und die beteiligten Basisgruppen.