Effiziente Sortierung

In der Prozesskette Sammeln – Sortieren – Verwerten entscheidet das Sortieren über den ökonomischen und ökologischen Wert der Alttextilien. TEXAID gelingt dabei ein überdurchschnittlicher Secondhand-Wert von bis zu 65 Prozent. Der europäische Branchendurchschnitt liegt bei ca. 45 bis 50 Prozent. Die effiziente Sortierung filtert aus entsorgten Textilien nutzbare Secondhand-Kleidung heraus, die so im Textilkreislauf bleibt.

In der Schweiz trägt eine der weltweit modernsten, sprachgesteuerten Sortieranlage zu diesem Erfolg bei. Dennoch obliegt der wesentliche Teil des Sortierens dem Menschen. Ob in der Schweiz, in Deutschland, Ungarn, Bulgarien oder Marokko: Geschulte Mitarbeitende prüfen jedes Kleidungsstück von Hand und klassifizieren es nach etwa 60 Kriterien. 

Etwa 35 Prozent des Sammelgutes wird als «nicht mehr tragbar» eingestuft. Knapp die Hälfte davon, etwa 15 Prozent, lässt sich zu Putzlappen verarbeiten, die in der Industrie beim Reinigen und Polieren gute Dienste leisten. Weitere 15 Prozent gehen ins Textilrecycling – sie werden zerfasert und als Rohstoff anderen Materialien beigemischt oder zu Dämmstoffen verarbeitet. Lediglich 5 Prozent der gesamten Sammelmenge wird thermisch verwertet.